Informationen

Sie interessieren sich für eine Deutsche Dogge?

Aufgrund ihrer Eigenschaften eignen sich Deutsche Doggen bekanntlich hervorragend als Familienhunde. Allerdings ist die Dogge kein Hund für Jeden. Jeder unnötige Besitzerwechsel ist für die Beziehung suchende Deutsche Dogge mit großem Trennungsschmerz verbunden und für uns als Züchter sehr ärgerlich!

Bevor Sie sich eine Deutsche Dogge anschaffen, sollten Sie diese Zeilen aufmerksam lesen!

Überlegen Sie sich als Interessent für einen Doggen Welpen bitte unbedingt, ob sie über viele Jahre diese Verantwortung übernehmen wollen und auch tatsächlich können.

Können und wollen Sie Ihren Hund in Urlaub mitnehmen?

Wenn nicht, wo bleibt er dann? Wer versorgt ihn? Nimmt ihn der Züchter solange in Pflege?

Haben Sie genügend Zeit für Ihren Hund? Auch nach einem, nach drei, nach fünf oder nach zehn Jahren?

Sind alle Familienmitglieder mit dem neuen Familienmitglied einverstanden und bereit Opfer zu bringen?

Lassen Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu, nicht nur die Anschaffung, sondern auch die Unterhaltung einer Deutschen Dogge, Futter und Tierarzt, Hundehaftpflichtversicherung und Hundesteuer, Unterbringung während der Ferien? Das alles kostet Geld.

Sind Sie bereit, Ihren Hund auch dann noch als vollwertiges Familienmitglied zu akzeptieren und behandeln, wenn sich bei Ihnen selbst Nachwuchs einstellt? Und ihre zukünftige Dogge auch dann vor Ungeduld und Jähzorn aller Familienmitglieder zu schützen?

Und nun beginnt die Qual der Wahl:

Wollen Sie einen Rüden? oder eine Hündin? und welche Farbe?

Deutsche Doggen werden in fünf Farbschlägen gezüchtet:

 schwarzweiß gefleckt, schwarz, grautiger, gelb, gestromt,und blau

Thema: Anschaffung

Wo kauft man eine Deutsche Dogge?

Kaufen Sie niemals bei einem Händler!!!! - das Leid für Sie und für den Hund wäre ein zu hoher Preis. Kaufen Sie auch nicht beim nächsten und nicht beim erstbesten Züchter! Sehen Sie sich mehrere Zuchtzwinger an und lernen Sie die Züchter kennen. Prüfen Sie die Züchter mehr als die Welpen. Hundekauf ist Vertrauenssache. Wem Sie vertrauen können, werden Sie sehr bald erkennen. Vor allem aber: Überzeugen Sie sich, dass Sie in einem FCI / VDH anerkannten Zuchtzwinger kaufen und die Hunde mit einer anerkannten Ahnentafel ausgestattet sind. Diese Ahnentafeln sind Beleg für eine überwachte Zucht unter Einhaltung gesundheitlicher und artgerechter Anforderungen.

Der Züchter muss für Sie der wichtigste Partner sein in allen Fragen der Aufzucht, Haltung, Ausbildung, Unterbringung, Fütterung, Impfung, Krankheitsbehandlung - für die gesamte Lebensdauer Ihres Hundes.  

Worauf muss ein Käufer achten? 

Hier sollte man sich vorab erst einmal im Klaren sein, warum man eine Dogge möchte und was man von einer Dogge erwartet. Will man ausstellen, züchten, sich sportlich betätigen oder einen Familienhund, mit oder ohne züchterische Betreuung. Hat man sich in diesem Punkt entschieden, sollte man sich verschiedene in Frage kommende Zuchtstätten anschauen. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass die Zuchtstätte, Zuchthunde und Welpen sauber gehalten werden, gleich welcher Art die Zuchtstätte ist. Züchter, die den Kontakt zum Welpen bis zum Abgabetermin nicht wünschen, sollte man konsequent meiden. - Ebenso "wilde" Züchter, die ohne gesundheitliche Kontrollen der Elterntiere und deren Welpen züchten (ohne anerkannte Ahnentafel!).

Die Welpen sollten muntere Gesellen und die Mutter freundlicher Natur sein- natürlich unter Berücksichtigung des mütterlichen Schutztriebes.

Dem Züchter seines Vertrauens sollte man im Zweifelsfall auch die "Feinauswahl" überlassen. Er hat in den letzten Wochen sehr viel Zeit mit den Welpen verbracht und weiß wie kein anderer, welche Charaktereigenschaften jeder einzelne Welpe mitbringt. Gibt es doch tollkühn aufmüpfige wie anschmiegsam verschmuste Welpen. Stimmen Sie Ihre Erwartungen mit den Erfahrungen des Züchters ab. Wenn es dann passt, können spätere Enttäuschungen leichter vermieden werden.

Was kostet eine Deutsche Dogge im Unterhalt?

Monatlich sollte man zwischen € 80,- und € 120,- Futterkosten veranschlagen, je nach Futter und Fütterungsart.

Weiterhin kommen die jährlichen Kosten für Wurmkur und Impfung hinzu, diese bewegen sich zwischen           € 40,- und € 80,- je nach Berechnungsfaktor des Tierarztes.

Nicht vergessen darf man die Hundehalterhaftpflichtversicherung. Die Kosten variieren je nach Versicherer von € 60,- bis € 150,-. Ein Tipp: Vergleichen Sie den Leistungsumfang - die Deckungssummen bei Personen- und Sachschäden - und ganz wichtig: Fremdhundeführer "eingeschlossen" (Hundesitter) usw. Es gibt durchaus günstige Versicherer mit sehr guten Leistungen.

Bei großen Hunderassen hat sich eine OP-Versicherung bewährt. Diese kann man für schon für ca. € 15.- monatlich erhalten. Die OP eines z.B. Kreuzbandrisses kann bis zu 2500.- € kosten.

Die jährliche Hundesteuer wird von den Gemeinden und Städten "in eigener Regie" festgelegt - deshalb gibt es auch hier Unterschiede. Erkundigen Sie sich in Ihrem Bürger- oder Ordnungsamt. (Deutsche Doggen gehören nicht zu den teuren Problem- bzw. Gefahrhunderassen!)

Wie viel frisst eine Deutsche Dogge?

Es ist wie bei uns Menschen, die Verwertung des Futters ist von Tier zu Tier unterschiedlich.

Füttert man Trockenfutter, verspeisen Doggen keine riesigen Mengen. WICHTIG in diesem Zusammenhang: Überfütterung - besonders in der Wachstumsphase - kann zu anatomischen Schäden führen.

Auch die Qualität des Futters kann die Futtermenge beeinflussen. Sogenanntes Premiumfutter ist etwas teurer - weil hochwertiger. Allerdings benötigt der Hund meist kleinere Mengen, so dass sich der Mehrpreis im Einkauf relativieren kann.

So wird bei Trockenfutter für einen ausgewachsenen Rüden, der 80kg auf die Waage bringt, etwa 700g - 800g Trockenfutter am Tage benötigt – das entspricht etwa einem 25Kg Sack monatlich. Die Futtermenge bei der erwachsenen Dogge variiert auch je nach körperlicher Beanspruchung. Eine sportlich geführte Dogge verbraucht auf ihren ausgedehnten Spaziergängen oder Radtouren mehr Energie als eine "Sofadogge".

Als Alternative zum Fertigfutter erfreut sich das sog. BARFEN immer größerer Beliebtheit. B.A.R.F steht für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Das Barfen bietet viele Vorteile, aber auch einige Nachteile.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer HP unter Ernährung. Die Entscheidung liegt allein bei Ihnen als Hundehalter.

Bei uns erhalten unsere Dogge ausschließlich Frischfütterung. Der Kilo-Preis für Fleisch, Pansen etc. liegt für uns bei 1,50 € - 2,00 €

Gina benötigt täglich bis zu 1,0 Kilo Fleisch = 1,50 € = ca. 45.- € monatlich und ca. 500 Gramm an Obst / Gemüse, Haferflocken und Milchprodukte, welche bei uns im Haushalt täglich mitbenutzt werden. Die Futtermenge (im Gewicht) ist deutlich mehr und der Arbeitsaufwand der Zubereitung entsprechend höher. Hinzu kommt die notwendige Tiefkühllagerung von Frischfutter (Kühltruhe, Kühlhaus). Preislich jedoch unterscheidet sich Trockenfutter und Frischfütterung kaum.

Aber da gibt es noch ein Thema, über dass Sie sich Gedanken machen sollten!

Thema: Gesundheit

Ist eine Deutsche Dogge krankheitsanfälliger?

Aus unserer eigenen Erfahrung können wir sagen: Deutsche Doggen sollten bei richtiger Ernährung und artgerechter Haltung keineswegs mehr Probleme entwickeln als andere große Rassen! Aber auch wir nehmen traurige "Nachrichten" aus der Doggenszene zur Kenntnis: Einzelne Tiere sterben viel zu früh!!! Die Gründe sind unterschiedlich.

Als Doggenfreunde möchten wir Ihnen auch hierüber einige wichtige Informationen näher bringen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung Deutscher Doggen wird in der Regel mit 7 bis 8 Jahren in der Hundeliteratur angegeben. In der Realität gibt es eine Reihe von Beispielen, bei denen die Lebenserwartung nach unten wie nach oben um mehrere Jahre abweicht. So sind Ginas Mutter fit und fidel im 13 Lebensjahr, und auch Ginas Vater ist putzmunter, und immer noch als Deckrüde eingesetzt, im jetzt 9. Lebensjahr.

Nicht alle Tiere sterben an einer natürlichen Altersschwäche. Wie beim Menschen, so kämpfen auch die unterschiedlichen Hunderassen (und Mischlinge) mit verschiedenen Zivilisationskrankheiten.

Zu den tödlichen Krankheiten unserer Rasse zählen vor allem:

- Herzkrankheiten wie DCM

- Magendrehungen

- Krebs

Die Magendrehung (MD)

Eine häufige Todesursache bei Riesenrassen ist die sog. Magendrehung (MD). Die MD ist eine ernstzunehmende Gefahr. Nur eine schnelle Operation kann das Leben retten.

Die Magendrehung lässt sich von außen recht gut erkennen. Der Magen dreht sich um seine eigene Achse, dies führt zu einer sofortigen Aufgasung des Magens. Der Hund bläht komplett auf. Häufig versucht der Hund auch zu würgen, ohne dass Mageninhalte zum Vorscheinkommen (nur Schleim). Einige Hunde wälzen und drehen sich auf dem Rasen.

Die Überlebenschancen bei einer schnellen Erkennung und Operation liegen bei etwa 60 Prozent. Ohne Operation gibt es keine Chance, der Hund stirbt nach wenigen Stunden. Durch die Aufgasung des Magen und Teile des Darms werden wichtige Blutgefäße abgedrückt. Der Magen muss sofort entgast werden (Magen-Schlund-Sonde / Kanüle durch Bauchdecke). Die Magenwandstruktur stirbt schnell bei lebendigem Leibe ab. Hierdurch entstehen gefährliche Giftstoffe, die über die defekten Magen- und Darmwandstrukturen in den Körper gelangen. In der mitgedrehten Milz kommt es zum Blutstau. Das Blut fließt nicht zurück zum Herzen, das Herz läuft leer. Es kommt zu Herzproblemen. Durch die Blutgerinselbildung in den Magen- und Darmgefäßen, sowie durch die gestaute Milz besteht zusätzlich eine Thrombosegefahr (Gefäßverschlüsse) in Lunge oder Hauptschlag-Ader.

Aufgrund der vielfältigen Schäden, die durch eine Magendrehung verursacht werden, sterben viele Hunde – trotz erfolgreicher Operation – in den folgenden zwei Tagen. Aus diesem Grunde bleiben Hunde nach erfolgreicher OP für mindestens 2 Tage unter durchgängiger Beobachtung beim Tierarzt. (Medikationen: Antibiotika, Schmerzmittel, Schock-Cortison, Fiebermittel, Herzrhythmusmedikamente, Toxin-Blocker zusätzlich Infusionen). Einige Tiere sterben auch noch Tage später an den schweren Schäden.

Tiermediziner raten vorsorglich: Füttern Sie Ihren Hund lieber täglich 2 kleinere Mahlzeiten als 1 große Mahlzeit. Weitere Studien besagen, dass das Füttern mit Fleisch das Risiko von Magendrehungen deutlich verringert. Deshalb füttern viele Doggenhalter auch B.A.R.F (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) und verzichten z. T. gänzlich auf Trockenfutter. Wie auch wir!

Wichtig ist aber immer: Nach dem Fressen sollen Hunde ausreichend ruhen.

Dilatative Kardiomyophatie (DCM)

DCM ist eine Erkrankung des Herzmuskels, bei der sich das Herz erweitert und zunehmend schwächer schlägt. Die Herzmuskelerkrankung resultiert ultimativ in Herzstillstand, Störung des Herzrhythmus oder plötzlichen Tod des Hundes.

In den meisten Fällen gibt es keine Vorwarnung von DCM. Der Hund kollabiert und stirbt ganz plötzlich.

Dieses Problem ist vor allem bei Rassen wie dem Boxer und dem Irish Wolfhound bekannt. Auch einzelne Doggen erkranken an dieser tückischen Krankheit, denn sie ist von außen nicht sichtbar. Inwieweit bzw. ob diese Erkrankung ein rassespezifisches Problem sein könnte, ist bis heute nicht sicher.

Zurzeit bemühen sich Doggenhalter um Klärung, inwieweit unsere Rasse von der DCM-Problematik betroffen ist. Sie führen ihre Doggen gezielt spezialisierten Kardiologen zu, lassen Herzgutachten erstellen und sammeln Daten für eine erste statistische Erfassung. Hier wäre eine Pflichtuntersuchung bei Zuchttieren zur endgültigen Zuchtzulassung (ca. im 4-5 Lebensjahr) wünschenswert.

Krebs

Eine Krankheit - über die zu berichten - hier jeden Rahmen sprengen würde. Krebs befällt inzwischen fast jede Lebensform unseres Planeten und gilt ganz sicher nicht als eine rassespezifische Erkrankung der Deutschen Dogge. Hunde aller Rassen und Mischlinge werden gelegentlich von Tumoren befallen.

Ein züchterisches Entgegenwirken scheint aus unserer Sicht sehr schwierig. Im Allgemeinen wird eine genetische Disposition angenommen, zusätzlich können äußere Einflüsse die Entstehung von Tumoren begünstigen. Vorsorge versuchen wir vor allem im Bereich der Ernährung unserer Hunde. Wie oben schon beschrieben füttern wir B.A.R.F. und verzichten nach Möglichkeit gänzlich auf Konservierungsstoffe und chemische Zusätze.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Die oftmals in Zusammenhang mit der Rassehundezucht gebrachte Hüftgelenksdysplasie (HD) findet, wie in den meisten Rassezuchtverbänden, auch bei den Doggen entsprechende Beachtung. Die DDC-Zuchtordunung regelt u.a. auch die Verpaarungsmöglichkeiten im Hinblick auf die HD-Werte der Elterntiere. Ein neutrales HD-Gutachten der Universität Gießen ist Voraussetzung für die Zuchtzulassung einer Dogge im DDC.

Neben den erblichen Faktoren beeinflussen zusätzlich Ernährung, Bewegung und Haltung maßgeblich die Entwicklung einer HD. 

(Bei "wilder Zucht" ohne VDH- anerkannter Ahnentafel werden diese kostenintensiven Qualitätsmerkmale billigend vernachlässigt - zum Schaden der Tiere! Die Kosten für dies Untersuchung liegen je nach Tierarzt bei 150.-€ - 200.-€. 

Zu unserer Freude gehört die Deutsche Dogge trotz ihrer Größe nicht zu den HD auffälligen Hunderassen.

Auf Grund des enormen Wachstums der Dogge sollte man aber eine wichtige Regel konsequent beachten. Beanspruchen und bewegen Sie die junge Dogge nur in Maßen. Wird der Doggen-Welpe müde und will sich legen, lassen Sie dies zu. Im Welpenalter sollten Spaziergänge nicht übertrieben werden - denken Sie immer auch "noch" an den Rückweg. Während des Wachstums soll die Muskulatur nur den Hund tragen und darf nicht zusätzliche "künstliche" Überlastungen aushalten. Das bedeutet wiederum nicht, dass sie sich gar nicht bewegen soll. Spaziergänge, Tollen und Toben, der Spurt über den Rasen, das Zerren um Beute u.s.w. sind wichtig für die gesunde Entwicklung. Ist das Höhenwachstum abgeschlossen, kann die Dogge problemlos an große Belastungen herangeführt werden.

Hürdensprünge, Schrägwand und Fahrradfahrten sollten schließlich erst mit 1 Jahr begonnen werden.          Nicht vorher!!!
Man darf sich einfach nicht täuschen lassen. Obwohl die Dogge mit 6 Monaten körperlich schon groß gewachsen ist, ist sie doch ein Kleinkind. Gönnen Sie ihr zwischendurch Ruhe, Sie wollen doch, dass die Dogge später nicht für Fehler büßen muss, weil in der Wachstumsphase die Gelenke unangemessen viel belastet worden sind.

So, und jetzt kommt ein Thema, bei dem Sie als Welpen-Käufer bei uns schon früh in die Pflicht genommen werden.

Informationen zu Krankheiten bei Deutsche Doggen finden Sie auch hier:  http://www.doggen.info/

Thema: Sozialisation, Prägung, Erziehung

Braucht eine Dogge Erziehung?

Natürlich!!! Vielfach wird der Eindruck vermittelt, unsere so genannten "Sanften Riesen" würden so folgsam geboren.

Richtig ist, dass die Dogge die natürliche Bereitschaft dafür mitbringt - sie kommt aber nicht automatisch. Als Rudeltier bringt sie neben der Bereitschaft zur Unterordnung auch die Bereitschaft zur Rudelführung mit - je nach Typ unterschiedlich ausgeprägt.

Man sollte darauf achten, dass bereits der Züchter die wichtige Prägezeit der ersten Lebenswochen vorbereitend für die weitere Sozialisation des Hundes nutzt. Und wenn Sie sich die einzelnen Phasen gut durchlesen, dann werden Sie schnell feststellen, dass die Prägephase von der 4.-7. Woche sehr wichtig ist. Daher ist dies die Zeit, in der wir Ihnen möglichst jederzeit den Besuch bei Ihrem neuen Familienmitglied ermöglichen werden, ja, sogar erwarten!

Entwicklungsphasen
Der Welpe macht von der Geburt weg bis er erwachsen ist, verschiedene Lebens- und Entwicklungsphasen durch. Von welchen jede für sich selbst sehr wichtig ist und den Hund in seiner Art prägt. Am wichtigsten ist die sogenannte Prägephase von der 4. - 7. Woche. Alles was der Welpe in dieser Zeit nicht lernt, ist ihm nur noch sehr schwer beizubringen. Dabei geht es nicht etwa um Sitz, Platz oder solche Dinge, sondern um die Gewöhnung an Situationen, Geräusche, Bodenstrukturen, Kinder, Autofahren, etc. Deshalb legen wir sehr großen Wert darauf, den Welpen in dieser so wichtigen Phase möglichst viel mitzugeben. Erlebnisse in dieser Phase sind praktisch während dem ganzen Hundeleben unauslöschlich - die guten und die schlechten Erlebnisse!!!

1

vegetative Phase

1. und 2. Woche

2

Übergangsphase

3. Woche

3

Prägungsphase

4. - 7. Woche

4

Sozialisierungsphase

8. - 12. Woche

5

Rangordnungsphase

13. - 16. Woche

6

Rudelordnungsphase

5. und 6. Monat

7

Pubertätsphase

ab 7. Monat

 

Die Dogge ist relativ leicht zu erziehen! Nutzen Sie aber die Erziehungsphase des Welpen bzw. Junghundes.

Erlauben sie einem Welpen und Junghund niemals ein Verhalten, welches Sie dem später erwachsenen Hund verbieten wollen - auch wenn es beim Welpen "noch" lustig tollpatschig aussehen mag. Sie komplizieren die spätere Hundeerziehung dadurch erheblich!

Der Besuch einer Hundeschule oder eines Hundebreitensportclubs kann Ihnen Unsicherheiten nehmen und interessante wie sinnvolle Hilfen bieten.

Bedenken Sie, Sie haben keinen kleinen oder mittelgroßen Hund an der Leine, den Sie mal eben hochheben oder festhalten können. Nein, Sie müssen in der Lage sein, auch in brenzligen Situationen ca. 60 – 90 Kg zu beherrschen! Häufig - nein, fast immer - sind es die Fehler im menschlichen Kommunikationsverhalten, die korrigiert werden müssen.

Daher unterstützen und fördern wir bei allen unseren Welpen-Käufern die Grunderziehung der Dogge. Fragen Sie uns danach!

Daneben bieten viele Ortsgruppen des Deutschen Doggen Clubs Welpen-Spielstunden, Erziehungs- und Ausbildungshilfen und Trainingsstunden an. Ein Vorteil hier: Es begleiten Sie geprüfte Übungsleiter mit umfangreichen Rassekenntnissen, und es ist zudem eine günstige Alternative.

Kontaktadressen zu den DCC-Ortsgruppen finden Sie auf den Internetseiten des Deutschen Doggen Club 1888 e.V. unter: www.doggen.de

Zum Schluss noch ein Wort von Dogge zum Mensch:

Dringende Bitten eines Hundes an den Menschen

Mein Leben dauert zehn oder zwölf Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten.

Bedenke es, bevor Du mich anschaffst!
 Gib mir Zeit, zu verstehen, was Du von mir verlangst.
 Pflanze vertrauen in mich - ich lebe davon!

Zürne mir nie lange und sperr' mich nicht zur Strafe ein!
Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde; ich habe nur Dich!

Sprich mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet

Wisse: Wie immer ich behandelt werde, ich vergesse es nie!

Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand zerquetschen vermögen -

ich aber keinen Gebrauch davon mache

Ehe Du mich bei der Arbeit unwillig rügst, bockig oder faul, bedenke: vielleicht plagt mich ein Leiden oder ich habe ein verbrauchtes Herz.

Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde,

auch Du wirst einmal alt sein.

Gehe jeden schweren Gang mit mir! Sag' nie: "Ich kann so etwas nicht sehen" oder "Es soll in meiner Abwesenheit geschehen."

Alles ist leichter für mich mit Dir.

 

 

 

 

 

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